Bis Mitte des 19. Jahrhunderts unternahmen nur wenige mutig Entschlossene die gefährliche Reise in den wilden Osten des Dourotals, um bis zur Quinta de Vargellas vorzudringen. Und nicht alle kamen lebend zurück. Der Pioniergeist derer, die es taten (und Taylor’s) machten Vargellas zu dem, was es heute ist.

Die Quinta de Vargellas ist Taylor’s berühmtestes Weingut. Ihre Weinbergsterrassen erheben sich als weites, Respekt einflößendes Amphitheater über dem Fluss. Die besten Vargellas-Trauben bilden seit mehr als einem Jahrhundert das Rückgrat der klassischen Taylor’s Vintage Ports.
Vargellas ist die Essenz des Unternehmens, der reinste Botschafter seiner Werte, seines konsequenten Engagements für Authentizität und Qualität, seines Strebens nach der Vereinigung von Innovation und Tradition und der Entschlossenheit der Familie, allen Widrigkeiten zum Trotz zu bestehen.
Winzige Laus, Riesenproblem
Als Taylor, Fladgate & Yeatman im Jahr 1893 die Quinta de Vargellas kauften, war das einst so berühmte Weingut vom Niedergang bedroht. Die Weinberge waren von der Reblaus zerstört und die Produktion nahezu lahmgelegt.
Dass 1911, keine 18 Jahre später, der berühmte Portwein-Historiker Manuel Monteiro den spektakulären Wiederaufbau Vargellas unter der Aufsicht von Frank ‚Smiler’ Yeatman mit den folgenden Worten beschrieb, ist eine mehr als beachtliche Leistung:
"Die eisernen, tüchtig und praktisch angeleiteten Bemühungen der Herren Taylor & Co, den Boden zu bearbeiten und den Fels umzubrechen, gaben dem kargen Grund bald die alte Fruchtbarkeit zurück und sie sorgten, dank ihres Mutes und ihrer Unerschrockenheit erfolgreich für neues Wachstum. Sechzigtausend Amerikanerreben wurden gepflanzt und darauf die edelsten Douro-Rebsorten aufgepfropft, die nun üppig aus dem Boden sprossen und jedes Jahr reiche Erträge von siebzig bis achtzig pipes dieses geschätzten Weines lieferten.” Der perfekte Mix aus Tradition und Innovation
Auch die nachfolgenden Generationen der Familie zeigten diesen Pioniergeist, wagten Innovationen und nutzen moderne Technologien, wo sie eine Verbesserung der Qualität bedeuteten, während sie zugleich eisern und standhaft die Traditionen bewahrten.

Als in den 1920er-Jahren Dick Yeatman zwei Parzellen seiner Weinberge sortenrein mit einer traditionellen Rebsorte (statt wie sonst üblich im gemischten Satz) bepflanzte, war dies ein revolutionärer Schritt. Dick war seiner Zeit weit voraus und hinterließ seinen Nachkommen eine einzigartige Forschungsbibliothek mit Beispielen einzelner Douro-Rebsorten.
Für Alistair Robertson, den heutigen Vorstandsvorsitzenden des Unternehmens, waren diese Forschungsarbeiten eine unschätzbare Hilfe als er in den 1970er-Jahren die Weinberge weitflächig umgestaltete und in höher gelegenen Partien des Weinguts erstmals neue Parzellen anlegte. Auf Basis der in der Bibliothek dokumentierten Erkenntnisse und mithilfe neu entwickelter Computermodelle war er nun in der Lage, in jeder Parzelle Rebsorten und geeignete Weinbautechniken perfekt aufeinander abzustimmen. Mit beeindruckenden Ergebnissen. Nachdem sie viele Jahre als Chief Blender für Taylor’s tätig gewesen war, ist Alistairs Tochter Natasha heute Vorstandsmitglied, sein Schwiegersohn Adrian Geschäftsführer. Gemeinsam setzen sie die Tradition des familiengeführten Unternehmens fort – nicht zuletzt, um den ureigenen Charakter der Vargellas Portweine zu bewahren.
"Jeder große Wein entsteht im Weinberg. Vargellas verleiht den Taylor’s Portweinen ihren Herkunftscharakter, ihre Konzentration, die aromatische Vielschichtigkeit und Struktur, die einen einzigartigen, wahrhaft herausragenden Wein erschaffen." - Adrian Bridge
Auf Vargellas hat Taylor’s ein eigenes Zentrum für Forschung und Entwicklung, in dem man kontinuierlich neue Techniken der Portweinbereitung entwickelt und erprobt. Gleichwohl zählt für die Reben in den umliegenden Weinbergen weiterhin die Tradition. Und solange das Treten der Trauben mit den Füßen die beste Methode ist, Portwein zu bereiten, wird man diese Methode beibehalten, wie kostspielig und zeitaufwändig sie auch sein mag.
Vargellas in a Bottle
Heute hat die Quinta de Vargellas ihren festen Platz unter den großen Weingütern der Welt. Ihre Weine bilden das Rückgrat der Taylor’s Portweine vom LBV bis zum klassischen Vintage Port und dem exquisiten Vargellas Single Quinta Vintage Port.
Auch in Zukunft werden Innovationsgeist und Traditionsbewusstsein der Garant dafür sein, dass die Vargellas-Weine Benchmark für Vintage Port bleiben.
Ein Hoch auf Vargellas!
Ein warmer Sommertag ist der perfekte Moment, um einen Toast auf Vargellas auszusprechen und auf die Pioniergeister anzustoßen, die das Weingut zu dem machten, was es heute ist. Vielleicht beim Dessert, mit einem leicht gekühlten Tawny oder mit einem saftigen LBV oder auch einem samtig üppigen Vargellas 1998 nach dem Essen...
Taylor’s 10 Year Old tawny
VERKOSTUNGSNOTIZEN: Wunderschöne Balance von weichen Frucht- und Nussaromen mit feiner Süße und traumhaft sanftem Finale.
SERVIEREMPFEHLUNG: Genussreif abgefüllt ist er ein exzellenter Begleiter sahniger Puddings und Desserts mit Nüssen. Im Sommer gern leicht gekühlt genießen.
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Taylor’s 20 Year Old tawny
VERKOSTUNGSNOTIZEN: Durch die zehn Jahre längere Reife im kleinen Fass ist die Frucht hier noch weicher und sind die würzig nussigen Aromen noch kraftvoller.
SERVIEREMPFEHLUNG: Leicht gekühlt superb zu Desserts, Fruchtdesserts und insbesondere Erdbeeren oder ein feiner Solist zum Abschluss eines Menüs zu Mandeln oder Walnüssen.
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Taylor’s Late Bottled Vintage
VERKOSTUNGSNOTIZEN: Taylor’s LBV 2002 ist dicht und vielschichtig, vollmundig, sanft und saftig mit üppigen Aromen von Schwarzkirschen, Pflaumen, Brombeeren.
SERVIEREMPFEHLUNG: Am liebsten zum Abschluss eines Menüs, zu Schokodesserts, gehaltvollem Käse oder auch einfach solo.
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Quinta de Vargellas 1998 Vintage
VERKOSTUNGSNOTIZEN: 1998 lieferte einen hoch eleganten Vargellas, aromatisch fruchtig und vielschichtig, mit feinem Veilchenduft. Würzig frische Beerenaromen mit einem Hauch Lakritz und perfekter Balance von seidiger Frucht und Tannin, samtweich und vollmundig mit lang anhaltendem Finale.
SERVIEREMPFEHLUNG: Für Portweinliebhaber, die jüngere Jahrgänge bevorzugen ist der 1998 jetzt perfekt. Zugleich besitzt er genug Kraft, um weiter auf der Flasche zu reifen. Den Wein vor dem Servieren dekantieren und zu Blauschimmelkäse, getrockneten Früchten oder Walnüssen genießen.
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